"Life isn´t about finding yourself it is about creating yourself" G.B. Shaw
Fotocredit: Tanja Schnitzler
Mein Lebenslauf ist geprägt von einem ausgeprägten Wissensdurst, oftmals jenseits von gesellschaftlichen Konventionen.
Seit jeher begleitet mich die Kunst, sie ist in meiner Familiengeschichte der uns verbindende rote Faden. Ich bin in einem Kunst und Kulturbegeisterten Haushalt aufgewachsen, das hat mich zutiefst geprägt. Als ein sehr waches Kind habe ich auch den Zustand der Welt früh wahrgenommen, neben der unfassbaren Schönheit der Natur, hat mich das menschliche Treiben mehr als erschrocken, es hat mich zutiefst bewegt.
Durch meine Mutter habe ich bereits im Kindesalter die Begeisterung und Liebe zur Kunst vermittelt bekommen. Das war ein tipping Point für mich. Bereits als junges Mädchen stand ich stundenlang vor den Gemälden von Hieronymus Bosch, Claude Monet, Frida Kahlo und vielen mehr. Eine Wunderwelt, in der ich verschwunden bin. Meine Welt!
Dieser Spannungsbogen - den Schmerz um den Zustand der Welt und die unfassbare Schöpfungskraft der Menschen hat zur Gestaltung meiner eigenen Welt geführt. Seitdem ich ein Stift halten konnte habe ich gemalt. das war mein Fluchtpunkt, meine Welt und es hat mich dazu gebracht, stundenlang in meinem Zimmer zu sitzen und zu malen. Janis Joplin hören, die Zeit zu vergessen und meine eigene Welt gestalten. Kunst war und ist ein Raum, in dem für mich alles möglich ist. Hier gestalte ich die Welt, wie ich sie wahrnehme oder sehen möchte. Das Gestalten und mein unerschöpflicher Wissensdurst verbinden sich miteinander. Bereits in meiner Jugend habe ich Bücher verschlungen, mich mit allem beschäftigt, was ein tiefer gehendes Erforschen angeregt hat. Die Welten, die sich mir dadurch auftaten habe ich in Kunst verarbeitet. Kunst in jeglicher Form. Jahrelang war ich mit meinen Freundinnen neben der Schule in einem Experimentierfeld zwischen Malen, Formen, Mode, Performen, Musik machen beschäftigt, wir haben unsere eigene Welt gestaltet. Die Freiheit der Kunst, das loslassen von Konventionen. Deswegen ist auch der expressive Umgang mit Farbe für mich Lebenselixier. Abstrakter Ausdruck ist für mich die unbändige Freiheit des Denkens, Gestaltens und der unzähmbaren Kraft, die sich in Kunst ausdrücken kann.
Meine Wurzeln und meine Stationen im Leben sind so bunt wie meine Bilder
...und haben gleichzeitig einen verbindenden roten Faden; meine Bildschrift ist: Wissen - Transformation -Ausdruck
Mein familiärer Background hat mich zutiefst geprägt. Diskussionen über Kunst, Politik und die Gesellschaft fanden durch meine Mutter sowohl am Esstisch als auch in den Museen und Galerien dieser Welt statt. Diese Bildungsprägung hat sich innerhalb der Familie auch beruflich manifestiert. Mein Bruder ist Musiker und meine Schwester gestaltet mit Worten. Als bi-kulturelles Kind habe ich auch früh erfahren, dass ein italienischer Hintergrund nicht immer willkommen war - das hat mich sensibilisiert und meinen Weg bestimmt. Deswegen war auch meine ganze Jugend ein Experimentierfeld. Alles war in meiner Jugend Gestaltung, nicht nur das Malen auf dem Papier, sondern auch das Sein. Der Ausdruck durch Kleidung, das Hinterfragen von Schubladen. Ich war u.A. Hippie, Goth, Punk, ich bin mit meiner damals besten Freundin durch Europa getrampt - und das ganze immer zeichnerisch verarbeitet. Das ganze hat dann auch zu einem Studium der Kunstgeschichte, Kulturwissenschaft und Politik an der Humboldt Universität geführt. Hier konnte ich dann alles zusammen binden, das professionelle Malen in den kunstgeschichtlichen Kursen, die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Kunst und der kulturellen Prägung und das Fehlen von Frauen in der Kunstgeschichte, Wissenschaftsgeschichte - welches immer wieder ein Thema meines kreativen Schaffens ist.
Meine Liebe zu Italien und mein Weg nach Venedig: Mein Vater kam in den 60er Jahren aus Italien nach Deutschland und durch seine kulinarische Kunstfertigkeit avancierte er zu einem Stargastronom in Braunschweig, der bis weit über die Landesgrenzen hinaus Ruhm erlangte. Die Liebe zur Kunst zeichnete ihn ebenso aus, wie die Loyalität seiner Gäste, zu denen jahrzehntelang renommierte Künstler gehörten, wie Hermann Albert, Emil Cimiotti, Roland Dörfler †, Lienhard von Monkiewitsch, Malte Sartorius †, Klaus Stümpel u.v.m. Malte Sartorius war ein Schüler eines Verwandten meiner Großmutter, von Prof. Karl Rössing, damals in den 50er Jahren Rektor an der Akademie Stuttgart.
Das Restaurant war ausgestattet mit unzähligen Gemälden, es entstand eine beeindruckende Kunstgalerie. Die Bilder waren meist Schenkungen, aus Zuneigung und Dank für die ausgezeichnete Bewirtung, deswegen war ich von Kleinauf auch hier umgeben von Kunstschaffenden und Kunst. Dieser Spirit hat mich nie losgelassen und letztendlich zu meiner Profession als Künstlerin geführt. Mein Vater hat Kunst geliebt und diese Liebe zur Kunst und Italien hat mich immer wieder nach Venedig gebracht, wo ich genau das alles in einem Ort wieder finde.
Was ich sonst noch tue....Wissenschaft, Coaching, Training....
Als ich 40 wurde, habe ich mich entschlossen, dass ich all meine Energien und Erfahrungen als selbständige Unternehmerin bündeln sollte, um den roten Faden meiner eigenen Geschichte in ein noch intensiveres Rot zu transformieren. 2010 habe ich meine Firma „Deborah Ruggieri…communication rules“ gegründet. Seit mehr als einer Dekade trainiere, coache ich Klient*innen bis hin zur Führungskräfteentwicklung und referiere über alle Bereiche der Kommunikation. Im Zuge dieser Praxis habe ich ein Konzept mit eigener Signatur entwickelt: Das „DIVA Training“! Die Diva findet sich sowohl in meiner Kunst wie in der tagtäglichen Arbeit – sie ist mein Selbstkonzept. Einige meiner Sammlerinnen kommen genau aus diesem Kontext.
Mehr über mein berufliches Wirken findet ihr auf meiner Homepage www.deborah-Ruggieri.de
About Me
My biography is shaped by a pronounced thirst for knowledge, often beyond societal conventions. Art has accompanied me since the very beginning — it is the connecting thread
running through my family history. I grew up in a household passionate about art and culture, and that has shaped me profoundly. As a very perceptive child, I became aware of the state of the
world early on. Alongside the breathtaking beauty of nature, human activity more than startled me — it moved me deeply.
Through my mother, I developed a passion and love for art already in childhood. That was a tipping point for me. Even as a young girl, I would stand for hours in front of paintings by Hieronymus Bosch, Claude Monet, Frida Kahlo, and many more. A world of wonders in which I disappeared. My world!
This arc of tension — the pain over the state of the world and the incredible creative power of human beings — led to the shaping of my own world. Ever since I could hold a pencil, I painted. It was my vanishing point, my world, and it brought me to sit for hours in my room painting. Listening to Janis Joplin, losing track of time, and creating my own world. Art was and is a space where everything is possible for me. Here I shape the world as I perceive it or wish to see it. Creating and my inexhaustible thirst for knowledge intertwine. Already in my youth I devoured books, immersing myself in everything that sparked deeper exploration. The worlds that opened up to me I processed through art — art in every form. For years, alongside school, my friends and I were engaged in an experimental field between painting, sculpting, fashion, performing, and making music — we were creating our own world. The freedom of art, the letting go of conventions. That is also why the expressive use of color is, for me, the elixir of life. Abstract expression represents for me the unbridled freedom of thought, of creation, and the untameable force that art can express.
My roots and the stations of my life are as colorful as my paintings ...and at the same time share a connecting thread; my visual language is: Knowledge – Transformation – Expression.
My family background has shaped me profoundly. Through my mother, discussions about art, politics, and society took place both at the dinner table and in museums and galleries around the world. This formative education also manifested professionally within the family. My brother is a musician, and my sister creates with words. As a bicultural child, I also learned early on that an Italian background was not always welcomed — that sensitized me and determined my path. That is why my entire youth was an experimental field. Everything was creation in my youth — not just painting on paper, but also being. Expression through clothing, questioning labels. I was, among other things, a hippie, a goth, a punk; I hitchhiked through Europe with my best friend at the time — and all of it was continually processed through drawing. All of this ultimately led me to study Art History, Cultural Studies, and Political Science at Humboldt University. There I was able to bring everything together: professional painting in the art history courses, the academic engagement with art and cultural identity, and the absence of women in art history and the history of science — a theme that recurs throughout my creative work.
My love for Italy and my path to Venice: My father came from Italy to Germany in the 1960s, and through his culinary artistry he rose to become a celebrated restaurateur in Braunschweig, gaining renown far beyond the region's borders. His love of art was as defining as the loyalty of his guests, among whom, over decades, were renowned artists such as Hermann Albert, Emil Cimiotti, Roland Dörfler †, Lienhard von Monkiewitsch, Malte Sartorius †, Klaus Stümpel, and many more. Malte Sartorius was a student of a relative of my grandmother, Prof. Karl Rössing, who was rector of the Stuttgart Academy in the 1950s.
The restaurant was adorned with countless paintings, giving rise to an impressive art gallery. The works were mostly gifts — tokens of affection and gratitude for the exceptional hospitality — and so from an early age I was surrounded here too by artists and art. That spirit never let go of me and ultimately led me to my profession as an artist. My father loved art, and this love of art and Italy has brought me back to Venice again and again, where I find all of that gathered in one place.
What else I do... Science, Coaching, Training... When I turned 40, I decided to channel all my energies and experiences as an independent entrepreneur, in order to transform the connecting thread of my own story into an even more intense shade of red. In 2010 I founded my company "Deborah Ruggieri… communication rules." For more than a decade I have been training and coaching clients — up to executive development level — and lecturing across all areas of communication. In the course of this practice I developed a concept with its own signature: the "DIVA Training"! The Diva appears both in my art and in my day-to-day work — she is my self-concept. Some of my collectors come from precisely this context.
More about my professional work can be found on my website: www.deborah-Ruggieri.de